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Weihnachtsspiele für die Familie: ein Plan von Heiligabend an

Für die Feiertage

Weihnachtsspiele für die Familie: ein Plan von Heiligabend an

Die Geschenke sind ausgepackt, das Essen war gut, und irgendwann sitzen alle satt im Wohnzimmer. Genau dann braucht es ein Spiel, das ohne Karton und Anleitung auskommt. Hier ist ein kleiner Plan für die Feiertage, mit vier Wortspielen für drei Generationen.

4 Min. Lesezeit

Wort des Tages spielen

Brettspiele haben an Weihnachten einen Haken: Irgendwer muss die Regeln vorlesen, und irgendwer findet sie unfair. Wortspiele sind da gnädiger. Sie brauchen nichts außer Stimmen, man erklärt sie in einem Satz, und die Sechsjährige kann genauso mitmachen wie der Opa mit sechsundachtzig. Hier ist ein Vorschlag, wie man sie über die Feiertage verteilt.

Heiligabend, nach der Bescherung: Weihnachts-Teekesselchen

Wenn das Papier noch auf dem Boden liegt und alle ein bisschen aufgekratzt sind, passt ein Spiel mit viel Gelächter. Beim Teekesselchen einigen sich zwei heimlich auf ein Wort mit zwei Bedeutungen und beschreiben abwechselnd „ihr“ Teekesselchen. Die anderen raten.

Weihnachtliche Teekesselchen gibt es mehr, als man denkt:

  • Krippe: die mit Ochs und Esel unterm Baum und die, in der kleine Kinder tagsüber spielen
  • Kugel: die am Christbaum und die in der Eiswaffel
  • Stollen: der mit Puderzucker und der Gang im Bergwerk
  • Glocke: die im Kirchturm und die über dem Käse

So klingt eine Runde: „Mein Teekesselchen steht unterm Baum, und darin liegt ein Kind aus Holz.“ – „In meinem Teekesselchen spielen die Kleinen, während Mama und Papa arbeiten.“ Spätestens hier ruft jemand „Krippe!“, und das nächste Paar ist dran. Noch mehr Wörter findest du in Teekesselchen: Wenn ein Wort zwei Gesichter hat.

Am ersten Feiertag, nach dem Festessen: heiß und kalt mit einem Weihnachtswort

Nach dem großen Essen will keiner aufstehen. Gut so, denn für dieses Spiel bleibt man sitzen. Einer denkt sich ein Wort aus, das mit Weihnachten zu tun hat, und die anderen raten reihum. Geantwortet wird nur mit Temperaturen, wie früher beim Topfschlagen: eiskalt, kühl, lauwarm, warm, heiß, glühend heiß.

So könnte eine Runde laufen, wenn das gesuchte Wort Lametta ist. Die Gradzahlen dienen nur der Orientierung, am Tisch reichen die Wörter:

  1. Sommer3 °C„eiskalt“
  2. Geschenk48 °C„lauwarm“
  3. Tannenbaum79 °C„heiß“
  4. Glitzer82 °C„heiß, heiß“
  5. Christbaumkugel86 °C„glühend heiß“
  6. LamettaGefunden!

Und spätestens bei diesem Wort zitiert jemand Loriot: „Früher war mehr Lametta!“

Gute Wörter für diese Runde sind Dinge, die alle vor Augen haben: der Nussknacker, das Rentier, der Schlitten, der Adventskranz, der Glühwein. Schwierige Wörter darf sich nur ausdenken, wer auch einen kleinen Hinweis geben mag.

Am Tag danach, beim Kaffee: Wortkette rund um den Baum

Die Wortkette kennt jeder: Das nächste Wort beginnt mit dem letzten Buchstaben des vorigen. Die weihnachtliche Fassung hat eine Zusatzregel: Jedes Wort muss zum Fest passen. Adventskranz, Zuckerguss, Schlitten, Nussknacker, Rentier, Rodelbahn. Wer nichts mehr findet, darf ein Stück Stollen essen und setzt eine Runde aus.

Zwischen den Jahren: Ich packe meinen Koffer für die Skihütte

In den ruhigen Tagen bis Silvester kommt ein Gedächtnisspiel gerade recht. „Ich packe meinen Koffer für die Skihütte und nehme mit: dicke Socken.“ Der Nächste wiederholt alles und legt etwas dazu. Die Kleinen dürfen sich helfen lassen, die Großen nicht.

Jeden Morgen beim Frühstück: das Wort des Tages

Wer über die Feiertage bei der Familie ist, kann ein kleines Morgenritual einführen. Jeder sucht für sich auf dem eigenen Handy das Wort des Tages: ein geheimes Wort, für alle dasselbe, und zu jedem Versuch eine Temperatur, von Eiskalt bis Glühend heiß. Beim Frühstück wird verglichen, wer weniger Versuche gebraucht hat. Verraten wird nichts, auch nicht der kleinen Schwester.

Pause macht das Spiel übrigens auch an Weihnachten nicht: Um Mitternacht kommt jeden Tag ein neues Wort, auch an Heiligabend. Du brauchst dafür nur den Browser, keine App und keine Anmeldung, und es kostet nichts.

Wer die Wörter lieber selbst aussucht, kann mit Premium eine eigene Gruppe für die Familie gründen. Dann wählt einer die geheimen Wörter, alle anderen treten kostenlos bei und raten, und die Rangliste der Gruppe zeigt, wer die wenigsten Versuche gebraucht hat.

Und was ist dein erstes Wort heute?

Dein Wort geht direkt ins Spiel von heute.

Fünf kleine Regeln für friedliche Feiertage

  1. Kinder helfen, statt zu verlieren. Wer klein ist, rät im Team mit einem Großen.
  2. Die Großeltern sind Schiedsrichter. Das gibt ihnen eine Rolle und beendet jeden Streit.
  3. Applaus statt Punkte. Wer das Wort findet, bekommt Beifall, keine Tabelle.
  4. Wer gewinnt, denkt sich das nächste Wort aus. So kommt jeder einmal dran.
  5. Nach drei Runden ist Kekspause. Mindestens.

Und wenn die Fahrt zur Familie lang ist: Ideen für unterwegs stehen in Spiele im Auto ohne Material.

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