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Topfschlagen: Regeln, Tipps und eine Variante für den Kopf

Spielregeln

Topfschlagen: Regeln, Tipps und eine Variante für den Kopf

Augen verbunden, Kochlöffel in der Hand, und alle rufen: „Kalt … wärmer … heiß!“ Hier sind die Regeln fürs Topfschlagen Schritt für Schritt, ein paar erprobte Kniffe für den Kindergeburtstag und eine Variante, bei der unter dem Topf kein Bonbon liegt, sondern ein Wort.

4 Min. Lesezeit

Wort des Tages spielen

Was du fürs Topfschlagen brauchst

Topfschlagen kennt fast jeder vom Kindergeburtstag. Und das Schöne daran: Alles, was du brauchst, hast du schon zu Hause.

  • einen alten, robusten Kochtopf, der ein paar Schläge aushält,
  • einen Kochlöffel aus Holz,
  • ein Tuch oder einen Schal als Augenbinde,
  • eine kleine Überraschung für unter den Topf,
  • etwas Platz ohne Tischkanten, Treppenstufen und Glasvasen in Reichweite.

Die Topfschlagen-Regeln in fünf Schritten

  1. Den Topf verstecken. Ein Erwachsener stellt den Topf umgedreht irgendwo im Raum auf den Boden und legt die Überraschung darunter. Das Kind, das gleich sucht, wartet so lange vor der Tür.
  2. Die Augen verbinden. Das Kind kommt herein und bekommt Augenbinde und Kochlöffel. Wer mag, dreht es einmal sanft im Kreis, damit es die Richtung nicht mehr weiß.
  3. Krabbeln und klopfen. Auf allen vieren geht es los. Bei jeder Bewegung klopft der Kochlöffel auf den Boden, mal hier, mal da.
  4. Kalt, warm, heiß. Alle anderen rufen, wie nah es dran ist. „Kalt“ oder „eiskalt“, wenn es sich entfernt. „Wärmer“, wenn es sich nähert. „Heiß“ und „ganz heiß“, wenn der Topf nur noch eine Armlänge weg ist.
  5. Klong! Trifft der Kochlöffel den Topf, ist die Runde vorbei. Augenbinde ab, Topf hoch, Überraschung raus. Dann ist das nächste Kind dran, und der Topf wandert an einen neuen Platz.

Mehr Regeln gibt es nicht. Niemand verrät, wo der Topf steht. Die einzige Hilfe ist die Temperatur, und genau das macht den Reiz aus.

Topfschlagen am Kindergeburtstag: was sich bewährt

Was kommt unter den Topf? Etwas Kleines, das nicht zerbricht: ein Schokoriegel, eine Tüte Gummibärchen, Seifenblasen, Sticker, ein Flummi. Wichtig ist nur, dass jedes Kind eine Überraschung bekommt. Wer als Letztes sucht, soll nicht leer ausgehen.

Ab welchem Alter? Eine feste Grenze gibt es nicht. Sobald ein Kind versteht, was „kalt“ und „heiß“ bedeuten, und sich die Augen verbinden lassen mag, kann es mitmachen. Für die Kleinsten steht der Topf nah und gut erreichbar, für Größere darf er hinter dem Sofa lauern.

Wer ruft? Bei kleinen Kindern hilft es, wenn nur ein Erwachsener die Temperatur ansagt. Zehn Kinder, die gleichzeitig „heiß!“ und „kalt!“ brüllen, bringen jeden aus dem Konzept. Bei Größeren ist das Durcheinander dagegen der halbe Spaß.

Keine Augenbinde? Manche Kinder mögen das Tuch nicht. Dann reicht es, die Augen zuzumachen. Geschummelt wird dabei meistens nur ein bisschen.

Sicherheit. Räum vorher Stolperfallen weg, und klopf mit Holz statt mit Metall, damit Fliesen und Parkett heil bleiben.

Warum Topfschlagen so gut funktioniert

Das Geheimnis steckt in den Rufen. „Wärmer“ verrät nicht, wo der Topf steht. Es verrät nur, dass der letzte Schritt richtig war. Den Weg muss das Kind selbst finden, mit kleinen Erfolgen und kleinen Rückschlägen. Und wenn plötzlich alle „heiß, heiß, heiß!“ schreien, kommt dieses Kribbeln, das man auch mit fünfzig noch kennt.

Topfschlagen mit Wörtern: die Variante für den Kopf

Dasselbe Prinzip funktioniert auch ganz ohne Topf. Statt eines Gegenstands wird ein Wort versteckt. Du nennst irgendein Wort und bekommst als Antwort eine Temperatur: wie nah dein Wort dem geheimen Wort ist, und zwar von der Bedeutung her, nicht von den Buchstaben.

So könnte eine Runde aussehen, wenn das geheime Wort, passend zum Spiel, Kochlöffel ist:

  1. Autobahn2 °Ceiskalt, weit weg von jeder Küche
  2. Werkzeug31 °Cein Ding für die Hand, schon kühl
  3. Eintopf61 °Cwarm: Jetzt riecht es nach Küche
  4. Topf78 °Cheiß: Darin wird gerührt
  5. Schneebesen88 °Cglühend heiß, ein Küchenhelfer wie der gesuchte
  6. KochlöffelGefunden!

Du krabbelst also nicht über den Teppich, sondern über Wörter. Am Ende gibt es zwar kein Klong, aber den gleichen kleinen Jubel.

Genau so funktioniert Warmer Warmer: jeden Tag ein geheimes Wort, für alle dasselbe, und um Mitternacht kommt das nächste. Die Temperaturen heißen wie früher im Wohnzimmer, von Eiskalt über Lauwarm bis Glühend heiß. Du spielst kostenlos im Browser, auf dem Handy oder am Computer, ohne App und ohne Anmeldung.

Wo würdest du anfangen zu klopfen?

Dein Wort geht direkt ins Spiel von heute.

Topfschlagen ohne Topf: laut am Tisch

Wenn die Kinder zu groß zum Krabbeln sind, geht das Spiel auch am Esstisch. Einer denkt sich ein Wort aus und behält es für sich. Die anderen raten reihum, und er antwortet nur mit „kalt“, „wärmer“ oder „heiß“. Wer das Wort errät, darf sich das nächste ausdenken.

Das klappt mit Grundschulkindern genauso wie mit Großeltern und braucht nichts außer ein bisschen Fantasie. Mehr Ideen, wie das Suchspiel auch Erwachsenen Spaß macht, findest du bei Topfschlagen für Erwachsene. Und wer lieber gleich selbst sucht: Das Wort des Tages wartet schon.

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