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Handyspiele für Senioren: So richtest du Oma ein Rätsel ein

Anleitung für Angehörige

Handyspiele für Senioren: So richtest du Oma ein Rätsel ein

Oma hat ein Smartphone, nutzt es aber vor allem zum Telefonieren und für Fotos der Enkel? Ein kleines tägliches Rätsel ist ein schöner Grund, öfter draufzuschauen. Diese Anleitung ist für alle, die es Eltern oder Großeltern einrichten wollen, ganz ohne App und ohne Konto.

4 Min. Lesezeit

Wort des Tages spielen

Worauf es bei Handyspielen für Senioren ankommt

Viele Spiele fürs Handy sind für ältere Menschen schlicht zu viel. Sie wollen installiert werden, fragen nach Passwörtern, blinken, piepen und drängen zur Eile. Bevor du etwas einrichtest, lohnt ein kurzer Blick auf diese Punkte:

  • Keine Installation. Jede App braucht ein Konto im App-Store und will regelmäßig aktualisiert werden. Ein Spiel im Browser umgeht das.
  • Kein Konto nötig. Je weniger Passwörter, desto besser.
  • Kein Zeitdruck. Eine tickende Uhr stresst mehr, als sie Spaß macht.
  • Überschaubar. Ein Rätsel am Tag ist eine Einladung. Zehn Level mit Sternchen sind eine Aufgabe.
  • Kostenlos. Damit niemand aus Versehen etwas abschließt.

Das Wort des Tages von Warmer Warmer erfüllt all das. Es läuft im Browser, braucht keine Anmeldung, hat keine Uhr und kostet nichts. Jeden Tag gibt es genau ein geheimes Wort, das man in Ruhe suchen kann, für alle dasselbe.

Schritt für Schritt einrichten

  1. Den Browser öffnen. Nimm den Browser, den Oma sowieso benutzt. Auf dem iPhone ist das meist Safari, auf vielen anderen Handys Chrome.
  2. Die Adresse eingeben: warmerwarmer.com/de. Die Seite öffnet sich direkt beim Wort des Tages.
  3. Auf den Startbildschirm legen. Im Menü des Browsers gibt es eine Möglichkeit wie „Zum Startbildschirm hinzufügen“. Wie sie genau heißt und wo sie steckt, hängt vom Handy und vom Browser ab. Danach liegt das Rätsel als eigenes Symbol zwischen Fotos und Telefon, und Oma muss sich keine Adresse merken.
  4. Die Schrift größer stellen, falls nötig. In den Einstellungen des Handys und oft auch im Browser selbst lässt sich die Schrift vergrößern. Probier es aus, bis Oma die Wörter bequem lesen kann.
  5. Beim ersten Mal danebensitzen. Lass Oma selbst tippen und erklär nur das Nötigste: Je wärmer, desto näher.
  6. Die Hilfe zeigen. Nach dem ersten Versuch erscheint der Knopf „Ich brauche einen Tipp“. Darüber kann Oma die Facebook-Gruppe der Spieler fragen oder das Wort an Familie oder Freunde schicken, also zum Beispiel an dich. Zeig ihr, dass er da ist, auch wenn sie ihn heute noch nicht braucht.

So könnte der erste Morgen aussehen, wenn das geheime Wort Briefmarke wäre:

  1. Banane2 °Ceiskalt, und ihr lacht beide
  2. Sammlung41 °Clauwarm: Manche sammeln sie ein Leben lang
  3. Post74 °Cheiß
  4. Umschlag80 °Cheiß
  5. Brief85 °Cglühend heiß
  6. BriefmarkeGefunden!

Wichtig ist nicht, dass sie das Wort beim ersten Mal schnell findet. Wichtig ist, dass sie spürt, wie es wärmer wird, wenn sie die richtige Richtung erwischt.

Bevor du es Oma zeigst: Probier selbst ein Wort.

Dein Wort geht direkt ins Spiel von heute.

Der Spickzettel für Oma

Schreib ihr diese fünf Sätze auf einen Zettel, der neben dem Telefon liegen kann:

  • Jeden Tag um Mitternacht gibt es ein neues geheimes Wort.
  • Ich schreibe irgendein Wort und sehe, wie warm es ist.
  • Je wärmer, desto näher. Bei 10  habe ich es.
  • Wenn ich nicht weiterkomme, drücke ich auf „Ich brauche einen Tipp“ und frage jemanden um Rat.
  • Ich kann nichts kaputt machen, und es kostet nichts.

Wenn sie mehr will

Irgendwann ist das Wort des Tages vielleicht nicht mehr genug. Dann gibt es zwei weitere Rätsel: das Heiße Wort der Woche, ein schwereres Wort für die ganze Woche, und die Spur, vier geheime Wörter hintereinander. Beide öffnen sich, sobald das Wort des Tages gefunden ist, und brauchen ein kostenloses Konto. Das könnt ihr beim nächsten Besuch zusammen anlegen.

Und wer Facebook nutzt, findet über den Knopf „Ich brauche einen Tipp“ auch die Gruppe „Warmer Warmer Deutsch“. Dort hilft man sich bei jedem Wort, und Oma merkt schnell, dass sie mit ihrem Grübeln nicht allein ist.

Vergleichen statt erklären

Das Schönste kommt danach. Wenn du selbst auch das Wort des Tages rätst, habt ihr jeden Tag ein Gesprächsthema. Jeder sucht für sich, und am Telefon heißt es: „Wie viele Versuche hast du gebraucht?“ Verraten wird nichts, erzählt wird umso mehr.

Für Senioren, die gern allein spielen, ist das Wort des Tages ein ruhiger Begleiter: ein Rätsel, das nicht drängelt und morgen wiederkommt. Wie das Familien sogar über Hunderte Kilometer hinweg verbindet, erzählt die Geschichte Spiele für Großeltern und Enkel. Und für den Kaffeetisch gibt es Wortspiele für Senioren ohne Ausdrucken.

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